Guzzi-Treffen in Collenberg


Freitag, 10. August 2012

Jürgen, Klaus, Ekki und ich treffen uns in Uckerath bei Bad Hennef, um gemeinsam nach Collenberg zu fahren.
Man verzeiht mir mein Zuspätkommen und ab geht’s auf der B8 Richtung Süden.

Wir machen eine Pause hinter Limburg und Klaus übernimmt die Führung. Er kennt sich in der Gegend aus und führt uns auf schönen Strecken durch den Taunus.
Ekkis Anlasser hat den Geist aufgegeben.

Natürlich ist ein kleiner Abstecher auf den Feldberg ein Muss.
Nach einem lecker Kaffee auf der Terrasse des Gasthauses, mit Blick auf das im Dunst kaum sichtbare Frankfurt, geht es dann auf die Autobahn, damit wir zügig um die Stadt herumkommen.
Das gelingt, trotz Freitagabendfeierabendverkehr, bis auf ein, zwei kurze Staus, ganz gut.

Und so landen wir schließlich am frühen Abend in Collenberg, wo wir am Eingang unseren organgenen Punkt auf den Scheinwerfer gebappt bekommen.
Willkommen bei der “Kupferpaste”!
Wir sind die Auserwählten…

Schon auf dem Weg über’s Gelände gibt es das übliche Hallo, weil man alle paar Meter alte Bekannte trifft.
Dabei sollten wir nun langsam mal aus dem Leder ‘raus bei den Temperaturen…
🙂

Wir bauen die Zelte auf und Ekki und ich hüpfen noch schnell in den Main und schwimmen eine Runde, bevor es dann auf den Festplatz geht, wo mittlerweile schon die Band spielt und das Lagerfeuer brennt.
Spaghetti scheinen der Renner zu sein, aber es gibt natürlich auch vom belegten Brot bis zum Steak alles, was man zum Überleben braucht.

Fritella wird, zusammen mit seinem Mopped, mit dem Bus gebracht. Kupplung kaputt.

Abends geht’s dann los: Essen, Trinken, Live-Musik mit “Age Rocks”, Lagerfeuer.


Sonnabend, 11. August 2012

Ich bin schon früh auf. Nicht nur, weil ich gestern abend nach wenig Bier relativ früh im Schlfsack war, sondern weil irgendein Zeltnachbar sehr laute, sinnentleerte Selbstgespräche führt.
Ja – lieber Nachbar, auch mir war kalt in meinem Sommerschlafsack, weil die Temperatur nachts bis auf 7° ‘runtergegangen ist.
Aber ob das die von Deinen Selbstgesprächen aus dem Schlaf gerissenen in dem Moment wirklich interessiert, wage ich zu bezweifeln.

Präsenile Bettflüchter, die vergessen, dass Zeltwände nicht aus Beton sind und die sich über den halben Zeltplatz ein fröhliches “Guten Morgen!” entgegenschmettern, hasse ich sowieso.

Aber die Morgenstimmung war ja auch ganz schön:
Über dem Main lag ein Nebelschleier, Schnarchen und im Freien schlafende säumten meinen Weg zum Frühstück in der Festhalle.

Die Feuerwehr habe ich nicht gerufen, als aus einem klitzekleinen Zelt Dampfschwaden durch die Dachentlüftung aufstiegen. Da war tatsächlich drinnen jemand beim Kaffeekochen.
🙂

Faszinierend: Frauen verlassen den Waschplatz ungeschminkt. So was gibt’s wirklich nur auf Moppedtreffen und Open-Air-Konzerten. Vielleicht liegt’s an fehlenden Spiegeln…

Auch das Frühstück ist wieder perfekt von den Kupferpaste-Leuten organisiert worden, die einen harten Job wirklich toll gemacht haben.

Um 11 Uhr mache ich die geführte Ausfahrt mit, andere fahren mit dem Schiff den Main ‘rauf oder düsen zum gemeinsamen Mittagessen.

Ekki baut derweil den Anlasser ein, dern er von Fritella geliehen bekommen hat. Der braucht ihn im Moment sowieso nicht.
🙂
Nachdem wir bei der Ausfahrt eine Pause an der Sankt Wendelinuskapelle gemacht haben, klinke ich mich aus.
Klar, dass, wenn so viele Guzzis zusammen losfahren (was schon sehr geil ist) die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht hoch ist.
Aber das war denn auf Dauer selbst mir mit der alten V7 zu langsam.
Ich habe dieser Komplettentschleunigung den Namen “Blümchen-beim-Wachsen-Zugucker-Tour” gegeben.
🙂
Sehr cool aber wieder, dass bei Abzweigungen die Straße von einigen Kupferpaste-Leuten gesperrt wurde, so dass man nie anhalten musste.

Nachmittags mache ich einen “Stadtbummel” und sozialisiere mit den Einheimischen, die putzigerweise überhaupt nichts gegen das Treiben auf dem Festplatz und die durch den Ort bollernden Guzzis einzuwenden haben.
Nur eine direkte Anwohnerin, deren Garage seit 20 Jahren jedes Mal wieder von Moppeds zugeparkt wird, ist ein bisschen angenervt. Die Italienflagge hat sie trotzdem ‘rausgehängt…

Dann wird von Hanna das obligatorische Forumsmitgliedergruppenfoto gemacht.

Guzzi-Forum-Gruppenbild © Hanna K.

Abends wieder Standardprogramm: Mainschwimmen, Essen, Live-Musik, Bier, Leute treffen oder kennenlernen (Georg – you made my day), Klönen, Lagerfeuerstarren…
So entspannend sollte jedes Wochenende sein.


Sonntag, 12 August 2012

Lange schlafen ist am Sonntag nie drin bei einem Treffen, weil die ersten schon sehr früh abreisen, was naturgemäß nicht geräuschlos vonstatten gehen kann. Obwohl ich es, nach einem sehr lustigen Abend, vertragen hätte, später wach zu werden.

Nachdem ich mit Jürgen zusammen gefrühstückt habe, spaziere ich zum Zelt zurück, verabschiede mich auf dem Weg dahin von einigen Leuten und fange gemächlich an, meine klamotten zu verstauen. Als praktisch hat sich der Tipp von Bob erwiesen, Zelt und Schlafsck nicht ordentlich zusammengelegt zu verstauen, sondern einfach in den Packsack zu stopfen. Das spart Platz.

So gegen 12 Uhr fahre ich dann los. Dieses mal alleine, weil ich denke, dass ich es Jürgen nicht zumuten kann, andauernd wegen Kaffee-, Foto-, Futter- oder Pinkelpause warten zu müssen. Zumal er noch nicht weiß, ob er nicht viel Autobahn fährt.

Bei Aschaffenburg gehe ich auf die Bahn und umrunde Frankfurt auf der 661 und düse ab in den Taunus.
Über Schmitten und Weilmünster geht’s nach Weilburg. Da kenne ich nämlich “Tommy’s Sportsbar und Café“, wo man im altem Ortskern lecker Essen von total netter Bedienung serviert bekommt.
Zu mir setzt sich Marco an den Tisch und ich habe eine kurzweilige Pause mit interessanten Gesprächen. Nachdem er noch meine V7 bewundert hat, knattere ich ab gen Norden und gehe bei Altenkirchen auf die B8 und fahre dann zügig nach hause.

Kategorie Touren,Treffen,V7

Collenberg…

…Freitag, 22:30 Uhr:
Weil die Internetverbindung hier vor Ort quälend langsam ist, nur zwei Bilder, fast live, als Teaser:

Kategorie Treffen,V7

Da steht sie nun…

…und schläft die letzte Nacht vorm Kupferpaste-Treffen in Collenberg:
Öl gecheckt, vollgetankt, Reifendruck ok.
Zusammen haben wir eben noch “The Weight” von “The Band” aus “Easy Rider” gehört.
🙂

Und das Wetter spielt auch mit. Nach einem durchwachsenem Tag kommt die Sonne ‘raus.

Morgen vormittag fahren wir zusammen mit Jürgen, Ekki und “Düdo-Klaus” über Landstraße an den Main.

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V7 – Ausfahrt


Über die V7-Mailingliste hatten sich ein paar Fahrer alter Guzzis in Hilgen (Burscheid) beim sonntäglichen Oldtimer-Markt verabredet, um endlich mal eine kleine Ausfahrt zu machen.

Wenn so viel Alteisen aus Mandello im Pulk auftritt, dann erregt das schon ein bisschen Aufsehen und auch im “Landgasthaus Fuchs”, wohin uns Dieter S. auf schönen Strecken führte, wurden die Hälse der Gäste lang, als wir dort im Pulk ankamen.
(Werner war allerdings mit seiner Yamaha XS 750 da – weil seine V7 seit mehreren Jahren in Kisten vor sich hinschlummert…)
Viel Freude hat wieder der Wirt des Etablissements, durch seine interessante Art mit Gästen umzugehen, bereitet. Er meint wahrscheinlich, man sollte nur soviel Umsatz machen, wie sich nicht vermeiden lässt.
Leider schafft er es trotzdem nicht, dass niemand mehr dorthin fährt…
:-)

Schönen Dank nochmal an Birgit und Dieter für die Spontaneinladung zum lecker Kaffee bei ihnen zuhause!

Mehr Fotos gibt es auf der Seite des Stammtisch Wilder Westen zu sehen!

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Mandello im Ausnahmezustand

Moto Guzzi feierte dieses Jahr 90sten Geburtstag. Ehrensache, dass ich zum Werk in Mandello del Lario am Comer See gefahren bin.

Giornate Mondiali Guzzi 2011

Donnerstag
Mit Armin und Matthes ging’s um 7 Uhr los.
Bis Karlsruhe fuhren wir auf der Autobahn, um ein bisschen Strecke zu schaffen, von da an über Landstraße über die schwäbische Alb (leise durch’s „großes Lautertal“).
Armin hatte eine wunderbare Strecke high-tech-mäßig in seinen Navi gepackt.

Zwar wollte der uns nach der Mittagspause, die wir an einem kleinen Fluss machten, wieder zum Anfang der Route bringen, aber die Jungs fanden den Weg auch auf der Karte.
Mit den beiden vor mir brauchte ich keine Landkarte und der Navi blieb auch aus.
🙂

Abends erreichten wir Oberreute im Allgäu und fanden Quartier im „Gasthof Adler“.
Das Essen im Restaurant war landestypisch und lecker und bei 33 € pro Nacht inklusive reichhaltigem Frühstück gab’s nix zu meckern.
Bikerfreundlich und sehr empfehlenswert!


Freitag

Morgens nach dem Frühstück fuhren wir dann ein Stück durch Österreich, durch Lichtenstein und die Schweiz nach Italien.
Wobei wir natürlich so viele Pässe wie möglich mitnahmen. Großartig:
Faschinajoch (1486 m), Füelapass (2383 m), Albulapass (2315 m), vorbei am Marmorera-Staudamm über den Julierpass (2284 m) nach Mandello.
(Irgendwann hätte ich mich auch über einen Tunnel gefreut…)
😉


So kamen wir nach wieder 10-11 Stunden Fahrt in Mandello an. Hier herrschte Ausnahmezustand: Tausende von Menschen und Motorrädern. Auf jedem Flecckchen Grün wurde gezeltet, der Stadtpark offiziell freigegeben. Hier hatten Ralf und Konsorten uns Plätzchen freigehalten und wir bauten unsere Zelte im Dunkeln auf.

Naja – und dann Party bis spät in die Nacht. An Schlaf war wegen der Live-Band sowieso nicht zu denken.
Aber wer in Mandello früh schlafen geht, ist sowieso selbst schuld.
🙂


Sonnabend (Samstag)

Nach einem Besuch auf einem der Dixie-Klos gingen wir im See schwimmen. Eine wirkliche schöne Alternative zur Dusche.
Ich machte dann erst mal einen Erkundungsgang durch den Ort.
Nicht nur in allen Geschäften hängen Guzzi-Banner und Willkommensgrüße, auch das Rathaus am Platz mit dem neuen Denkmal für Carlo Guzzi war in Guzzi-Rot geschmückt.

Überall in der Stadt dasselbe Bild: Menschen und Motoräder. Auf dem Weg durch die Stadt traf ich natürlich immer wieder auf Bekannte, die denen man schon auf anderen Guzzi-Treffen geklönt hatte – echt schön.

Nach einem Gruppemfoto vor dem Werkstor, bei dem für uns sogar freundlicherweise die Straße kurz gesperrt wurde, gibg’s dann erst mal zu den Zelten, klönen, ein Bier trinken.
Um dann mit etlichen Leuten gemeinsam richtig rustikal und lecker italienisch essen zu gehen.
Dass die Nacht dann wieder kurz wurde, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden…


Sonntag
…ein harter Tag.

Weil ich Montag wieder arbeiten musste, machte ich mich allein auf den Weg gen Norden. Und pünktlich zum Start fing es an in Strömen zu regnen. Und das blieb dann auch die nächsten sieben Stunden so. In Deutschland ging es dann direkt auf die Autobahn und spät abends war ich dann wieder zuhause.