Ein Wochenende – zwei Treffen

Zwei Guzzi-Treffen sind an diesem Wochenende angesagt.
Und jede Menge Regen …

Also ziehe ich am Freitag Morgen meine neuen Regenklamotten an und starte zum Albert-Schweitzer-Ferienzentrum am Edersee, wo das Guzzi-Forum-Treffen stattfindet.
Wegen des Wetters, und weil ich morgens noch einen Zahnarzt-Termin habe, fahre ich gegen Mittag direkt auf die A4 gen Osten und ab Olpe auf die A 45 Richtung Süden.
Schon nach wenigen Kilometern hört der leichte Regen auf …
Ich halte in den atmungsinaktiven Sachen bis Dillenburg durch, wo ich mich der Silikon-Hand- und Überschuhe entledige.

Weiter geht’s Richtung Osten, bis 15 Minuten vor’m Ziel dann doch noch ein bisschen Regen kommt.
Also schnell die (Hand-)Überschuhe angezogen. Am Ziel angekommen hört der Regen auf, so dass ich das Zelt im Trocknen aufbauen kann.

Irgendwie treffe ich nur total nette Leute, genieße die leckerste Gulaschsppe der Republik (leider hat Ralph, der Betreiber des Ferienzentrums, kein Rezept – er macht das immer nach Gefühl …), darf bei Racoon & Konsorten feinsten Whisky probieren und bin mal wieder einer der letzten im Schlafsack.

Während ich am nächsten Morgen das Zelt abbaue, kümmern sich Dieter und die anderen Chaoten mit Rat (die meisten) und Tat (Zucchi) um meine Kupplung und das Hitzeschutzblech am Krümmer, das locker ist.
(Helbo nimmt es in seinem Boot mit, damit ich es später reparieren kann. Danke dafür!)

Vor versammelter Mannschaft lege ich beim der Abfahrt die V85 dann noch locker auf die rechte Seite – dass die Kupplung nun doch etwas anders reagiert, hatte ich nicht auf dem Zettel.
Nix passiert!!
😀

Ich fahre bei herrlichem Wetter schöne Strecken bis Nörten-Hardenberg, da gehe ich dann auf die Autobahn A7, Kurven gibt es ja nun sowieso immer weniger.

Die A7 ist wohl dicht, also schickt mich der Navi über Braunschweig und Wolfsburg zu meinem nächsten Ziel, dem Salzhaff an der Ostsee bei Rostock.
Unterwegs gibt’s in Salzwedel Benzin für die V85TT (die verbraucht nur 4 l/100km) und eine Bockwurst für mich.

Abends dann Zeltaufbau, und natürlich haben die Rostocker Guzzisti wieder einen totaaaal kitschigen Sonnenuntergang vorbereitet!
Die haben da wohl ein Abo bei Petrus gebucht.

Später dann Grillgut, Bier, nette Gespräche, Lagerfeuer und Dirks großartige Preisverleihung – das volle Programm.
Ich treffe Camille, Burkhard fehlt – aber mit dem habe ich ja schon am Edersee geklönt.
🙂

An nächsten Morgen zeigt die Warnwetter-App „Schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel“ an.
Während die Rostocker Guzzisti, denen ich an dieser Stelle mal wieder einen herzlichen Dank für die Organisation dieses schönen Treffens aussprechen möchte, eiligst die Pavillons abbauen, frühstücke ich in Ruhe (immer lecker dort!) – und das Gewitter zieht in einiger Entfernung an uns vorbei.
Super!

In schönsten Wetter geht’s weiter nach Bad Segeberg, wo ich mich mit meinem alten Freund Nick Wilder verabredet habe, der dieses Jahr den Bösewicht auf der Bühne am Kalkberg bei den dortigen Karl-May-Festspielen gibt.
Wir treffen uns am Marktplatz zum Mittag, haben Spaß und viel zu erzählen – als mein Blick zum Himmel geht und ich die dunklen Gewitterwolken sehe, die dort aufziehen.
Also schnell, vor Publikum (die Außengastronomie der umliegenden Restaurants ist gut besucht), die Regenklamotten an, damit ich trocken nach Glinde komme, wo ich meinen Bruder besuchen möchte.
Letztendlich fahre ich dann aber in strahlendem Sonnenschein auf der A 21 parallel zu einer Gewitterfront mit Regenschwaden zu meiner Linken Richtung Süden und schwitze mich tot …
Erst in dem Moment, als ich meine Koffer im Zimmer meiner Pension abstelle, geht das Unwetter los!
Allmählich wird mir das mit dem Glück beim Wetter unheimlich.

Nach einem sehr opulenten Abendessen, Schwägerin Anja hat Spargel gemacht und am Schinken wahrlich nicht gespart, und einem super Frühstück mit meinem Bruder am nächsten Morgen, mache ich mich auf, um meine alten Freunde, Familie Köhler, in Itzehoe zu besuchen.
Während ich mit Jessi und ihrer Tochter unter einem Baum am Kanal in Wilster sitze und quatsche, regnet es wieder leicht. Als ich weiterfahren will kommt die Sonne raus!
Verrückt.

Nach einer kurzen Fahrt mit der kleinen Störfähre „Else“ komme ich am AKW Brokdorf (Erinnerungen an die 70er werden wach) vorbei und bin bald an der Elbfähre von Glückstadt nach Wischhafen. Busse, LKW und PKW stehen und warten, dass sie verladen werden, ich nutze die Gelegenheit und mampfe ein sehr leckeres Matjesbrötchen am Imbiss, der dort steht.
Die nette Inhaberin verrät mir, dass ich mit dem Motorrad an der Schlange vorbei bis ganz nach vorne fahren darf. Super!
Die Elbe ist hier schon richtig breit und man kann die riesigen Schiffe bewundern.

Der Rest der Tour in Kurzform:
Ich besuche meine Cousine und deren Mann auf dem platten, sehr schönen Land östlich von Bremen, fahre bei bestem Wetter abends weiter bis kurz vor’s Weserbergland.
Als ich dort vor meiner Pension ankomme, fängt es an zu regnen …

Am nächsten Tag geht es – natürlich bei Sonnenschein – nach Bad Pyrmont. Dort treffe ich eine sehr liebe Bekannte die mich zum Essen einlädt, fahre anschließend weiter und gehe in Paderborn zügig auf die Autobahn – später soll es nämlich Gewitter geben.
Exakt in dem Moment, als ich schließlich abends bei uns zuhause auf den Hof rolle (meine Frau hatte das Tor netterweise schon aufgemacht, ich hatte meinen Live-Standort geschickt) fängt es wieder an zu regnen.
Das war dann schon echt gruselig – offensichtlich kann ich Wetter machen!

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